Fränkische-Schweiz-Verein Ortsgruppe Ebermannstadt

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20 Jahre Osterbrunnen in Ebermannstadt

ein kleines FSV-Jubiläum

Marienbrunnen auf dem Marktplatz Frantz-Melchior-Freytag-Brunnen auf dem Kapellenplatz 'Pensala' am Birkenbäumchen am Erlebnisbrunnen

Zu Ostern 2018 schmückt die Ortsgruppe Ebermannstadt zum 20. Mal den Marienbrunnen auf dem Marktplatz. Der Brunnen wurde 1998 mit der Neugestaltung des Marktplatzes vom Pettensiedler Künstler Harro Frey († 2011) geschaffen. Er hatte mehrere Vorgänger. So steht die Brunnenfigur von 1867 – eine mit Goldbronze angestrichene gusseiserne Marienstatue aus dem Fichtelgebirge – heute im Heimatmuseum und die vom Pottensteiner Bildhauer H. Donhardt aus Kalkstein gehauene Nachfolge-Madonna von 1963 in der Janson-Anlage an der Feuersteinstraße. Bei der Neugestaltung des Marktplatzes besann man sich auf die Wasserversorgung von vor 1867. Damals gab es zwei Wasserentnahmestellen auf dem Platz. Zum Marienbrunnen kam folglich ein Jahr später (1999) der sog. Erlebnisbrunnen (vor allem für Kinder) hinzu.

Das Schmücken des Marienbrunnens in der Stadt ist für die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nachgewiesen, die Textstelle allerdings mit der Bemerkung versehen, dass es gegen Ende des Jahrhunderts eingeschlafen sei. Es hat 60 Jahre gedauert, bis der Marienbrunnen 1956 wieder geschmückt wurde. Motor der Wiederaufnahme des Brauchtums nach dem 2. Weltkrieg und vor allem seiner Ausbreitung in der Fränkischen Schweiz war der städtische Verwaltungsbeamte Adolf Seyfried († 1964) sowie sein Schwiegersohn, der Nürnberger Arzt und bekannte Burgenforscher Hellmut Kunstmann. Seyfried schmückte den Ebermannstädter Marienbrunnen zunächst alleine. In den 60er Jahren nahm sich der Gesangverein dieses alten Brauches an und sang am Ostersonntag auch Lieder am Brunnen. Schließlich übernahm die Jugend dieses schöne, Gemeinschaft fördernde Brauchtum, bis es 1999 in die Obhut des örtlichen Fränkische-Schweiz-Vereins überging.

Für die Anbringung der Girlanden und Eier brauchte es eines neuen Brunnengestells – dies besorgte Wilhelm Kraupner – und natürlich viele bemalte Eier. Die erfahrene Brigitte Heimbeck organisierte in ihrem hellen und gemütlichen Kellerraum ab November 1998 viele Malrunden, an denen jeweils mehr als zehn Frauen teilnahmen. Auch zu Hause wurde fleißig und qualitätsvoll gemalt. So wurden für den Marienbrunnen ca. 3000 künstlerisch anspruchsvolle Ostereier geschaffen. Nicht unerwähnt soll das alljährliche, zeitaufwändige Binden der Girlanden (auch mit Buchs) bleiben, das von Anfang an und bis heute ebenfalls von Frau Heimbeck organisiert wird.

Ein Jahr darauf, als die Bronzeskulptur des Frantz Melchior Freytag, ebenfalls ein Werk von H. Frey, auf der Brunnensäule am Kapellenplatz stand, übernahm der FSV auch das Schmücken dieses kleinen, aber feinen Brunnens. Die Anfertigung des Brunnengestells lag in den Händen von Klaus Neuner. Ca. 1500 Eier waren zu bemalen. Vorwiegend als Musikeier gestaltet, passend zur beruflichen Tätigkeit des auf der Säule dargestellten städtischen Rektors und Kantors, sind sie ein Augenschmaus.

Im gleichen Jahr erhielt auch der Erlebnisbrunnen auf dem Marktplatz seinen österlichen Schmuck mit „Pensala“ an Birkenbäumchen, wie es früher vor dem Aufhängen von Eiern in der Fränkischen Schweiz der übliche Brauch war.

Allen Helferinnen und Helfern, die sich für den Erhalt dieses schönen Brauches bisher eingebracht haben und sich weiterhin einbringen, sei herzlich gedankt.

Der Wandertipp

Wie wäre es mit dem Großen Rundweg, 16 km, Markierung: roter Ring

Von Ebermannstadt aus geht es Richtung Rüssenbach, dann den Berg hoch zum Feuererstein. Von dort läuft man durch Eschlipp weiter Richtung Norden bis zur Straße. Von dort aus geht's rechts Richtung Unterleinleiter. Man kommt dann an der Botzenberger Linde und kurz darauf an der Roten Marter vorbei. Durch den Wald geht's weiter und man trifft auf den Naturlehrpfad bis Ebermannstadt.

Detailliertere Infos finden Sie hier >>.

 

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